Reportage: Durch Weiterbildung zum Erfolg

Auf dem Weg zur Straßenmeisterin

Annette wollte einen vielseitigen Beruf, der sie fordert. Darum begann die gelernte Straßenwärterin eine Weiterbildung zur Straßenmeisterin. Nun ist sie fast am Ziel angelangt und wird bald eine Führungsposition übernehmen.  

Annette unterhält sich mit einem Mann vor einem Fahrzeug der Straßenmeisterei.
Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach, Straßenmeisterei Amberg
In ihrer Weiterbildung zur Straßenmeisterin muss Annette kommunikativ sein und mit Menschen umgehen können.

Annette hatte schon immer Spaß daran, in der Natur zu sein und mit Maschinen zu arbeiten. Darum entschied sich die heute 23-jährige nach dem Schulabschluss, eine Ausbildung zur Straßenwärterin zu machen. In einem von Männern dominierten Beruf, war das nicht leicht: "Als einzige Frau in der Straßenmeisterei musste ich mich durchsetzen", erzählt sie. Aufgrund ihrer Erfahrungen im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern wurde Annette jedoch schnell von ihren Kollegen akzeptiert.

Neue Perspektiven

Zu Annettes Aufgaben als Straßenwärterin gehörten z.B. das Aufstellen von Verkehrszeichen und die Instandhaltung der Straßen. Doch während der Ausbildung erkannte sie, dass sie mehr will: "Ich wollte mehr Verantwortung übernehmen und mehr Aufgaben erledigen." Also ergriff sie die Chance, eine staatlich geförderte Weiterbildung zur Straßenmeisterin zu absolvieren. "Ich fand das total interessant und es war eine Möglichkeit aufzusteigen."

Über die Technikerweiterbildung zur Straßenmeisterin

Um Straßenmeisterin werden zu können, musste Annette zunächst eine zweijährige Weiterbildung zur Staatlich geprüften Bautechnikerin an den Eckert Schulen in Regenstauf machen. Sie lernte z.B. Betriebskosten zu berechnen und wie eine Brücke aufgebaut ist. Während ihrer anschließenden Weiterbildung zur Straßenmeisterin begleitete Annette u.a. Straßenmeister bei der Arbeit: "Du bekommst Einblicke in Aufgaben, die du vorher nicht hattest." Auch persönlich hat sie sich weiterentwickelt: "Ich bin selbstbewusster und kann besser mit Konflikten umgehen."

Annette sitzt im Büro vor einem Computer.
Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach, Straßenmeisterei Amberg
Annette ist davon überzeugt, dass sie als Straßenmeisterin einen guten Job machen wird.

Auf der Zielgeraden

Nun steht Annette kurz davor, ihre 15-monatige Weiterbildung zur Straßenmeisterin abzuschließen. Die Weiterbildung findet als Vorbereitungsdienst für die Beamtenlaufbahn statt. Danach wird sie den Straßenwärterinnen und Straßenwärtern als Führungskraft Anweisungen geben. Bedenken, in diese Rolle zu schlüpfen, hat sie keine: "Ich bin immer mit meinen Kollegen zurechtgekommen und konnte auch meine Meinung gut vertreten." Neben dem Aufstieg zur Führungskraft bietet die Weiterbildung auch ein besseres Gehalt.

"Ich würde jedem eine Weiterbildung empfehlen", rät sie. Auch nach ihrem Abschluss als Straßenmeisterin stehen ihr viele Möglichkeiten offen, wie z.B. ein Studium. Doch im Moment ist Annette voll zufrieden: "Straßenmeisterin zu sein ist einfach mein Wunschberuf." 

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Stand: 28.06.2017
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