Weiterbildung im sozialen Bereich: Fachaltenpfleger für Gerontopsychiatrie

Mit und für Menschen arbeiten

Michael hat einen interessanten Weg hinter sich. Vom Altenpflegeschüler über eine Stelle als Pflegedienstleiter bis hin zum Fachaltenpfleger und Heimleiter. Dabei war es Zufall, dass er im sozialen Bereich gelandet ist.

Ein Mann sitzt am Schreibtisch vor dem Computer.
Als Heimleiter arbeitet man viel konzeptionell am Computer.
Porträt von Michael
Privat
Michael hat in der Altenpflege Karriere gemacht.

"Heute bin ich Fachaltenpfleger für Gerontopsychiatrie und leite ein Altenheim. Zu meinen Aufgaben gehört es, Konzepte zu schreiben, um beispielsweise neue Therapieansätze auszuprobieren. Für die Organisation des Altenheims bin ich auch verantwortlich. Ich kümmere mich sozusagen darum, dass es unseren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Angestellten gut geht", erklärt Michael seine Tätigkeit. Die Gerontopsychiatrie beschäftigt sich mit psychischen Störungen von älteren Personen und wie man diese behandelt oder ihnen vorbeugt.

Psychische Störungen können vielfältig sein

Einige Bewohner/innen von Altenheimen haben chronische Krankheiten, die besondere Behandlungsweisen erfordern. Dazu zählt auch Demenz. "Einfach gesagt baut sich bei Demenz das Gedächtnis ab. Bei manchen Betroffenen leidet nur das Kurzzeitgedächtnis und sie werden vergesslich. Andere verlieren komplett die Orientierung. Sie wissen nicht mehr, wo sie sind oder in welcher Zeit sie leben. Manche verändern sogar sehr stark ihre Persönlichkeit", erzählt Michael und fährt fort: "Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Krankheitsbilder. Deshalb brauchen die Betroffenen auch auf sie zugeschnittene Unterstützung und Förderung, um eine Verschlechterung zu unterbinden bzw. zu verlangsamen.

Für Michael war bereits während der Ausbildung klar, dass er sich in dieser Richtung weiterbilden möchte.

Auf schnellem Weg zur Verantwortung

Zwei Senioren mit Rolator
Mit Pflegekonzepten unterstützt Michael pflegebedürftige ältere Menschen.

Michael hat zuerst eine Ausbildung zum Altenpfleger abgeschlossen und dann die Weiterbildung zum Fachaltenpfleger gemacht. Als Altenpfleger half er älteren Menschen im alltäglichen Leben, unterstützte sie beim Essen oder der Körperpflege. Er führte Gespräche über ihre Sorgen und Wünsche, förderte und motivierte sie. "Die Arbeit mit Menschen, das Miteinander, das hat mir am besten gefallen. Es gibt einem wirklich viel, wenn man helfen kann", betont er.

Noch als ausgebildeter Altenpfleger übernahm er bereits die Tagespflegeleitung und erhielt die Verantwortung, einen Wohnbereich zu organisieren. "Für diese Stelle war eine Voraussetzung, dass ich noch eine Weiterbildung mache, um ausreichend qualifiziert zu sein. Ich habe mich dann für die Weiterbildung zum Fachaltenpfleger entschieden, weil das gut gepasst hat. Die Weiterbildung wurde mir sogar komplett gezahlt." Danach ging der Aufstieg für Michael weiter: Er wurde Pflegedienstleiter und schließlich sogar Leiter des gesamten Altenheims.

Viel bewirken in der neuen Position

Ein wenig wehmütig fährt er fort: "Heute arbeite ich hauptsächlich am Computer. Manchmal vermisse ich den direkten Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Aber ich bin sehr froh, dass ich jetzt auf anderer Ebene viel bewirken kann, z.B. indem ich gute Pflegekonzepte entwickle!"

Weiterkommen im sozialen Bereich

Infos über Weiterbildungsmöglichkeiten findest du in BERUFENET:

www.berufenet.arbeitsagentur.de » Beruf eingeben » Perspektiven » Weiterbildung » Aufstiegsweiterbildung.

Weiter zum Studium?

Auch ohne Hochschulreife kannst du fachbezogen studieren. Hierfür ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung kombiniert mit einigen Jahren Berufserfahrung Voraussetzung. Gerade die sozialen Berufe bieten dir eine große Studienauswahl. Die genauen Bedingungen erfährst du direkt bei der jeweiligen Hochschule.

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Stand: 30.01.2019
Berufe Entdecker
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Mit und für Menschen arbeiten