MINT-Weiterbildung: Automatisierungstechnikerin

"Ich freue mich darauf, Roboter zu programmieren!"

Bei Nina läuft alles rund. Sie ist Expertin für Reifen bei der Michelin Reifenwerke AG in Bad Kreuznach. Dort hat sie zunächst Elektronikerin für Betriebstechnik gelernt. Nun will sie sich weiterbilden und Automatisierungstechnikerin werden.

Ein Reifen ist in einer großen Anlage zur Prüfung. Nina arbeitet mit einem Werkzeug an der Anlage.
Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA
Nina ist froh, dass sie während ihrer Weiterbildung zur Technikerin voll im Beruf steht. So sammelt sie eine Menge Berufserfahrung und verdient weiterhin Geld.

Die 22-Jährige ist mit ihrer beruflichen Entwicklung zufrieden. "Ich bin über den Girls'Day auf die Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA gestoßen. Da durften wir ein Disco-Michelin-Männchen mit blinkenden LEDs bauen. Anschließend machte ich dort ein Praktikum. Danach habe ich direkt den Ausbildungsplatz als Elektronikerin für Betriebstechnik bekommen.
Nach Abschluss der Ausbildung bildet sich Nina jetzt an der Technikerschule in Mainz weiter. In vier Jahren möchte sie die Fachschule als Staatlich geprüfte Automatisierungstechnikerin mit dem Schwerpunkt Prozessautomatisierung abschließen.

Nina hockt vor einer elektrischen Betriebsanlage und führt elektrotechnische Messungen durch.
Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA
Nach ihrer Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik freut sich Nina darauf, bald Roboter programmieren zu können.

Reifen müssen fehlerfrei rollen

Nina arbeitet momentan in der Endprüfung von Reifen. Sie optimiert Anlagen, baut neue auf und betreut sie. "Zurzeit bin ich an einer Anlage, die Reifen prüft." Diese montiert die Reifen auf Halbfelgen, pumpt sie auf und nimmt dann verschiedene Messungen am Reifen vor. Sie stellt beispielsweise fest, wo der Reifen am schwersten ist. Außerdem prüft sie die Rundheit und weitere Kriterien. Dazu werden die Reifen gegen ein Messrad, das die Straße simuliert, gedrückt. Je nach Messergebnis verteilt die Anlage dann die Reifen, fehlerhafte werden z.B. aussortiert.

Auf der Suche nach dem Schwerpunkt

Nach ihrer 3,5-jährigen Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik zeigte Nina Erfindergeist und verbesserte die Anlage: "An manchen Reifen", erklärt sie, "werden verschiedene Punkte markiert. Sie werden später zur Montage auf die Felge benötigt." "Deshalb habe ich eine Kamera installiert, die prüft, ob diese Punkte auch wirklich an den Reifen sind", berichtet Nina stolz.

Straffes Programm

Während der Techniker-Weiterbildung im Bereich Prozessautomatisierung arbeitet Nina weiter in ihrem Betrieb. Nach ihrem Arbeitstag lernt sie montags und donnerstags von 17:30 bis 21:30 Uhr sowie an bestimmten Samstagen von 8:00 bis 13:00 Uhr in der Fachschule. Wie schafft sie das? "Absprache ist alles! Ich sage meinem Chef, wann ich Schule habe und gehe ein bisschen früher. Oder ich komme am nächsten Tag etwas später. Dank gleitender Arbeitszeit geht das. Aber so ein langer Tag ist natürlich anstrengend!" Bleibt da noch Zeit für Freunde und Freizeit? "Im Moment ist das eher schwierig, insbesondere bei der Urlaubsplanung. Wegfahren kann ich nur in den Schulferien. Dadurch bin ich etwas eingeschränkt."

Gespräche üben und Roboter programmieren

Die Prüfungen zu den Lernmodulen des ersten Jahres hat Nina bereits geschafft. Am Anfang stehen Fächer wie Qualitätsmanagement, technisches Englisch, weiterführende Mathematik und Deutsch. Das Thema "Betriebliche Kommunikation" gefällt ihr besonders gut. Dabei lernt sie, wie man mit Vorgesetzten oder Kollegen spricht. Das ist hilfreich, gerade wenn man eine Position mit mehr Verantwortung übernimmt.

Außerdem übt sie in Rollenspielen, wie man sich in bestimmten Situationen verhält. An der Fachschule lernt Nina auch verschiedene Programmiersprachen. "Jetzt im zweiten Jahr fängt außerdem das Programmieren von Robotern an. Da freue ich mich drauf", berichtet Nina. "Ich berechne beispielsweise, wie ein Roboterarm von A nach B fährt. Das finde ich sehr interessant und das klappt schon gut!"

Bessere Jobchancen für später

Von ihrer Weiterbildung erhofft sich Nina, später mehr Geld zu verdienen und bessere Jobchancen zu haben, wenn sie sich für eine neue Position bewirbt. Für Nina liegen die Vorteile, in der bisherigen Firma zu bleiben, auf der Hand. Dort kennt die engagierte junge Frau die Abläufe und Anlagen gut.

Weiterbildungen finden

Weiterbildungsmöglichkeiten für die einzelnen Berufe findest du auf www.berufenet.arbeitsagentur.de » Beruf eingeben » Perspektiven » Aufstiegsweiterbildung.

Nach einer abgeschlossenen Ausbildung und einigen Jahren Berufserfahrung kannst du - auch ohne Hochschulreife - ein Studium beginnen. Die genauen Voraussetzungen erfährst du an der jeweiligen Hochschule.

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Stand: 31.01.2018
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Ich freue mich darauf, Roboter zu programmieren!