Starthilfe fürs Berufsleben

Unersetzlich: Eltern als Ansprechpartner

Mit dem Start ins Berufsleben beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Damit Jugendliche für den Übergang in die Arbeitswelt gut vorbereitet sind, brauchen sie die Unterstützung ihrer Eltern.

Ein Jugendlicher steht in einer Werkstatt und feilt.
Für einen guten Start ins Berufsleben benötigen Jugendliche die Unterstützung ihrer Eltern.

Wie diese Begleitung gut gelingen kann, darüber sprach planet-beruf.de mit zwei erfahrenen Müttern. Beide engagieren sich als Elternvertreterinnen an Schulen und beraten andere Eltern auch beim Thema Berufsorientierung.

Informiert sein und den Rücken stärken

Porträt von Ulrike Stautner
Privat
Ulrike Stautner, stellvertretende Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbandes

Ulrike Stautner ist die stellvertretende Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbandes und zuständig für den Bereich Haupt-, Mittel- und Ganztagsschule. Sie ist Mutter von acht Kindern im Alter zwischen 9 und 27 Jahren. Drei von ihnen hat sie bereits durch den Berufswahlprozess begleitet. Sie weiß, wovon sie spricht, wenn sie sagt: "Das ist kein einfacher Prozess. Aber nur wir Eltern kennen die Knackpunkte unserer Kinder." Gesprächsbereitschaft zeigen, offen sein für neue Wege, Informationsangebote nutzen und Konflikte aushalten - das sind für sie wichtige Voraussetzungen, zu denen Eltern bereit sein sollten:

"Eltern wissen am besten, wo die Stärken und Schwächen ihrer Kinder liegen. In der schwierigen Zeit der Pubertät sind sie als Partner gefragt, auch wenn sich die Kinder abgrenzen wollen. Eltern sollten dabei auch Entscheidungen ihrer Kinder akzeptieren, die sich nicht mit den eigenen Vorstellungen decken. Arbeitsmarkt und Berufsbilder haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Ich rate Eltern, Informationsangebote von Schulen und den Agenturen für Arbeit auch für sich selbst zu nutzen."

Was kann ich? Was will ich?

Neben dem Selbsterkundungsprogramm BERUFE-Universum empfiehlt Ulrike Stautner den Berufswahltest, den der Berufspsychologische Service der Bundesagentur für Arbeit anbietet. Die Anmeldung zu diesem Test erfolgt über die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit. Nähere Informationen finden Sie im Flyer "Berufswahltest - Fit für den Sprung ins Berufsleben?".

Porträt von Berrin Alpbek
Privat
Berrin Alpbek, Bundesvorsitzende der FÖTED

Zweisprachigkeit als Chance

Sehr gute Deutschkenntnisse und die Motivation für eine Ausbildung hält Berrin Alpbek, Bundesvorsitzende der Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland e.V. (FÖTED) für das A und O eines erfolgreichen Starts ins Berufsleben. "Was will ich für mein Kind? Welche Perspektiven sehe ich für mein Kind? Wie kann ich mein Kind in diesem Punkt unterstützen? - Eltern können sich nicht früh genug mit diesen Fragen beschäftigen. Für Eltern mit Migrationshintergrund gilt das besonders. Gerade auch Eltern, die selbst keine Berufsausbildung haben, sollten ihr Kind motivieren, auf eigenen Beinen zu stehen. Und das geht am besten mit einem Beruf, mit dem man sich und seine Familie ernähren kann."

Berrin Alpbek rät Eltern mit Migrationshintergrund, die Zweisprachigkeit ihrer Kinder zu fördern. "In unserer globalisierten Welt ist das für unsere Kinder eine große Chance. Am besten ist es, wenn Eltern mit ihren Kindern in der Sprache sprechen, die sie am besten können. Gleichzeitig sollten sie darauf achten, dass ihr Kind von klein an Deutsch lernt und dadurch gut auf Schule und Ausbildung vorbereitet ist."

Beratung für Eltern mit Migrationshintergrund

Die Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland e.V. (FÖTED) ist der Dachverband von 60 Vereinen in ganz Deutschland. Die ehrenamtlichen Elternvertreter beraten Eltern türkischer Herkunft in allen Fragen zu Schule, Berufswahl und Ausbildung ihrer Kinder. Auf der Internetseite von FÖTED finden Sie Kontaktadressen in Ihrer Nähe.

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Stand: 24.02.2014
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