Gut gerüstet ins Auswahlgespräch

Tipps: Ihr Feedback ist wichtig!

Ihr Kind ist zu einem Assessment-Center eingeladen? Prima! Geben Sie ihm Sicherheit. Trainieren Sie die ungewohnte Situation daheim. Was Sie tun können, damit Ihr Kind gut vorbereitet in das mündliche Auswahlverfahren geht, erfahren Sie hier.

Eine junge Frau im Gespräch mit ihrer Mutter, an einem Tisch gegenübersitzend.
Ermutigen Sie Ihr Kind, bei der Vorbereitung auf ein Personalgespräch laut und deutlich zu sprechen.

Gruppendiskussionen, Rollenspiele, Selbstpräsentation - auf Ihre Tochter/Ihren Sohn warten spannende Aufgaben bei einem Assessment-Center. Mit einem "Du schaffst das schon" ist es nicht getan. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, sich in einem persönlichen Bewerbungsgespräch selbstbewusst und überzeugend zu präsentieren. Anwesende Unternehmensvertreter/innen achten natürlich auch auf angemessene Umgangsformen und das Aussehen.

Rollen wechseln

Eine Mutter berät ihren Sohn bei der Wahl einer Anzugjacke und Krawatte.
Welches Outfit ist das passende? Schön, wenn Sie Ihrem Kind beratend zur Seite stehen, sich aber nicht aufdrängen.

Motivieren Sie Ihr Kind, die Begrüßung mit Ihnen durchzuspielen. Blickkontakt, aufrechte Körperhaltung, ein nicht zu lascher Händedruck, den Vor- und Zunamen deutlich auszusprechen - das schafft Ihre Tochter/Ihr Sohn leicht. Andersherum: Nehmen Sie die Rolle einer jungen Bewerberin/eines jungen Bewerbers an, betreten schlurfend den Raum, die Augen auf den Boden gerichtet und lassen Ihr Kind als "Chef/in" beurteilen, wie der Auftritt bei ihm ankommt und was gar nicht geht.

Das Video bringt Selbstsicherheit

Bewerber/innen werden im Vorstellungsgespräch oft gebeten "Erzählen Sie bitte etwas von sich!". Nehmen Sie sich Zeit. Schlagen Sie Ihrem Kind vor, sich Antworten auf folgende Fragen zu überlegen: "Wer bin ich?", "Was kann ich?" und "Was will ich?". So hat Ihre Tochter/Ihr Sohn eine klare Struktur, die für einen kurzen Vortrag nötig ist. Lassen Sie sich die einzelnen Aussagen erzählen. Ihr Kind mag Videos? Dann kann es den Auftritt filmen. Anschließend erarbeiten Sie gemeinsam, was gut war und was noch verbessert werden kann. Das gibt Ihrem Kind die notwendige Sicherheit.

Eine Mutter bespricht etwas mit ihrem Sohn. Beide sitzen auf einer Couch nebeneinander.
Mit einigen Übungen und Ihrer Unterstützung geht Ihr Kind selbstbewusster in ein Bewerbungsgespräch.

Pro und Kontra probieren

In Gruppendiskussionen zeigen Bewerber/innen, dass sie den Argumenten anderer folgen, aber auch ihren eigenen Standpunkt gut vertreten. Setzen Sie sich mit Ihrem Kind auseinander. Beispiel: "Begleitetes Fahren - was bringt das?" oder "Sollen Schüler/innen ihr Klassenzimmer selbst sauber machen?". Schlüpfen Sie in unterschiedliche Rollen und nehmen Pro- und Kontra-Positionen ein. Dabei sollte Ihre Tochter/Ihr Sohn eine Meinung vertreten, die sie/er selbst gar nicht hat. So lernt Ihr Kind, sich in der Gruppe zu behaupten und verständlich auszudrücken. Gut, wenn Sie auch aktuelle Themen, z.B. Fahrverbote zum Umweltschutz, einbeziehen.

Schlagfertigkeit trainieren

Im mündlichen Teil eines Auswahlverfahren sollte Ihr Kind mit den unterschiedlichsten Fragen rechnen wie "Warum haben Sie eine 4 in Deutsch?" oder "Warum sollten wir gerade Sie einstellen?". Auf den ersten Blick mag eine Antwort nicht so einfach sein. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es sich nicht aus der Ruhe bringen lassen sollte. Üben Sie daheim, wie Ihr Kind schlagfertig reagiert und z.B. eine schlechte Note begründet ("Im Aufsatzschreiben habe ich Schwächen. Einen Geschäftsbrief aufsetzen kann ich gut."). Beispiele zu sogenannten Stressfragen finden Sie im Internet, erlaubte und unerlaubte Fragen im Bewerbungstraining von planet-beruf.de.

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Stand: 07.02.2018