Bundesfreiwilligendienst

Freiwillig statt verpflichtend

Seit dem 1. Juli 2011 ist die Wehrpflicht ausgesetzt. Damit gibt es auch keinen Zivildienst mehr. Für Ihr Kind heißt das: kein verpflichtender Dienst mehr nach der Schulzeit. Aber ein freiwilliger Einsatz ist nach wie vor möglich.  

Eine junge Frau betreut einige Kinder beim Spielen im Freien.
Freiwillige soziale Arbeit, wie etwa die Betreuung von Kindern, kann entscheidend zur Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen beitragen.

Engagement zu zeigen ist eine wertvolle Erfahrung. Jugendliche können dadurch ihre Persönlichkeit entwickeln, das Berufsleben kennenlernen und Impulse für die Berufsentscheidung erhalten. Daher hat die Bundesregierung als Ersatz für den Zivildienst einen neuen Dienst für Freiwillige ins Leben gerufen: den Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Wer, wie, was?

Der Bundesfreiwilligendienst ist für Ihr Kind und auch für Sie zugänglich. Denn er steht Menschen jedes Alters, die die Schulpflicht erfüllt haben, offen. Teilnehmende verpflichten sich in der Regel für 12 Monate - aber auch 6 bis 24 Monate sind möglich. Bis zum Alter von 28 Jahren muss der Dienst in Vollzeit geleistet werden, danach ist auch Teilzeit möglich.

Jeder Einsatz wird mit einem Taschengeld, das höchstens 363 Euro (Stand: 2015) beträgt, belohnt. Die Einsatzstelle zahlt für jede/n Teilnehmer/in zudem Beiträge für Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Einsatzfelder im BFD

Der Bundesfreiwilligendienst kann in fünf Bereichen geleistet werden

  • im sozialen Bereich, z.B. in der Kindertagesstätte, beim Rettungsdienst oder im Behindertenheim
  • im ökologischen Bereich, z.B. in Nationalparks, Zoos, Landwirtschaftsämtern oder Umweltschutzverbänden
  • im Kulturbereich, z.B. bei Theatern, Museen oder Behörden
  • im Sportbereich, z.B. an Schulen oder in Sportvereinen
  • im Bereich Integrationsarbeit, z.B. in Vereinen, Verbänden oder lokalen Integrationsprojekten

Einsatzstelle finden

Ein junger Mann steht in einem Flusslauf und hebt einen Stein heraus.
Auch im Bereich Umweltschutz bieten sich Jugendlichen viele Möglichkeiten des freiwilligen Dienstes.

Hat sich Ihr Kind zur Teilnahme entschlossen, können Sie gemeinsam in der Einsatzstellensuche auf der Internetseite des Bundesfreiwilligendienstes geeignete Einsatzstellen finden. In einer Suchmaske können Sie z.B. Einsatzstellen nach dem gewünschten Einsatzort (mit oder ohne Umkreis) suchen. Sie können Angebote nach dem Startdatum für den Einsatz auswählen und/oder die gewünschte Tätigkeit angeben. Auch die Vorauswahl eines Wunscheinsatzfeldes ist möglich. Allerdings gilt: Je weniger Kriterien Sie vorab einstellen, desto sicherer erhalten Sie Treffer.

Einsatzvorbereitung

Ein Jahr ohne Schule oder Ausbildung - das klingt verlockend. Doch ein freiwilliger Einsatz bedeutet kontinuierliche Mitarbeit und zwar für 35 bis 40 Stunden pro Woche. Informieren Sie sich daher mit Ihrem Kind im Internet genau über infrage kommende Einsatzstellen. Hat sich Ihr Kind für eine Stelle entschieden, sollte es dort anrufen, nach den Details, nach Tätigkeiten, Arbeitszeiten usw. fragen und dann ein Kennenlerngespräch vereinbaren. Verläuft dieses positiv, kann Ihr Kind beruhigt den "Freiwilligen-Vertrag" unterzeichnen.

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Stand: 14.01.2015
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