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Veröffentlicht am
09.12.2009
http://www.check-dein-talent.de/Tipps-Allergie-und.8726.0.html

Tipps: Allergie und Berufswahl

Husten, Niesen, Hautausschlag - Berufskrankheit Allergie

Immer wenn du ein Tier streichelst, musst du niesen? Beim Haare waschen bekommst du Hautausschlag? Das deutet darauf hin, dass du unter einer Allergie leidest. Nicht nur in deiner Freizeit bringt eine Allergie Einschränkungen mit sich, auch bei der Berufswahl solltest du einiges beachten.

Bei einer Tischlerarbeit fliegen Holzspäne.
Holzstaub gehört zu den Stoffen, die Allergien auslösen können.

Viele Jugendliche müssen jedes Jahr aufgrund einer Allergie ihre Ausbildung abbrechen. Wenn jemand aus deiner Familie Allergiker/in ist, kann es sein, dass auch du auf bestimmte Stoffe überempfindlich reagierst.

Allergieauslösende Arbeitsstoffe

An den verschiedensten Arbeitsplätzen könntest du mit allergieauslösenden Stoffen in Berührung kommen. Dabei unterscheidet man

  • Stoffe, die durch Einatmen Allergien auslösen, wie zum Beispiel Mehlstaub oder Holzstaub sowie andere Stoffe tierischer oder pflanzlicher Herkunft und
  • Stoffe, die direkt mit der Haut in Kontakt kommen und dadurch eine Allergie auslösen, wie zum Beispiel Wasch- oder Reinigungsmittel.
Einer Kundin werden beim Friseur die Haare gefärbt.
Als Friseur/in kommt man mit diversen Haarmitteln und Gummihandschuhen in Berührung.

Was kann ich vorbeugend tun?

Um alle Gesundheitsgefahren für dich in deinem Wunschberuf von Anfang an auszuschließen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Absolviere in deinem Wunschberuf ein Praktikum, um herauszufinden, wie dein Körper auf die Materialien reagiert, mit denen du arbeiten musst.
  • Lass bei deinem Arzt einen Test machen, um abzuklären, dass deiner Ausbildungsstelle keine Allergie im Wege steht.
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Tipps für Menschen muslimischen und jüdischen Glaubens

In einigen Ausbildungsberufen lässt sich der Kontakt mit Schweinefleisch oder Alkohol nicht vermeiden. Wenn das für dich aufgrund deines Glaubens nicht möglich ist, solltest du entweder Berufe, bei denen du mit Lebensmitteln arbeiten musst, z.B. Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk oder Berufe in der Gastronomie wie Restaurantfachmann/-frau meiden, oder dir einen Ausbildungsbetrieb der gleichen Glaubensrichtung suchen.

Allergien in der Ausbildung

Solltest du dennoch während deiner Ausbildung eine Allergie entwickeln, versuche gemeinsam mit deinem Arbeitgeber eine Lösung zu finden.

Vielleicht kann er dich in einer anderen Abteilung einsetzen oder diverse Schutzmaßnahmen treffen.

Wenn das nicht geht, frag bei deiner Agentur für Arbeit nach.

Dein Berufsberater oder deine Berufsberaterin können dir helfen, einen neuen Ausbildungsplatz zu finden.

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Berufe mit allergieauslösenden Arbeitsstoffen

  • Bäcker/in, Konditor/in: Mehlstaub
  • Elektroniker/in: Lötmittel, Metalle
  • Fotolaborant/in: Fotochemikalien
  • Friseur/in: diverse Haarmittel, Gummihandschuhe
  • Gärtner/in, Florist/in: Zierpflanzen, Pflanzenschutzmittel usw.
  • Heil- und Pflegeberufe wie Altenpfleger/in oder Heilerziehungspfleger/in: Desinfektionsmittel, Medikamente
  • Koch/Köchin: Lebensmittel, Reinigungsmittel
  • Landwirtschaftliche Berufe wie Landwirt/in, Tierwirt/in: Tierhaare, Düngemittel
  • Maler/in, Lackierer/in: Farben, Klebstoffe
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